Apple wird mal wieder wegen einer möglichen Patentverletzung verklagt. Dies wäre nicht weiter erwähnenswert aber die Firma welche Klage erhebt stammt aus der Schweiz. Genauer gesagt aus Bern. Die MONEC Holding Ltd mit Sitz am Galgenfeldweg verklagt Apple weil diese das iPhone als eBook-Reader mit Touchscreen bewirbt. Und genau für ein solches Gerät halte die Firma seit 2002 ein Patent. Genauer beschrieben wird das Gerät als
a “light-weight” electronic device with a “touch-screen” LCD-display having the “dimensions such that [...] approximately one page of a book can be illustrated at normal size, this display being integrated in a flat, frame-like housing.
Ich denke mal die Jungs aus Bern haben damit wohl gegen Anwältearmada von Apple keine Chance. Das Ganze steht ja schon so auf ziemlich wackeligen Beinen. Wenn man sich die Seite der Monec mal ansieht kann man sich dem Eindruck eh nicht ganz entziehen das der Laden wohl nicht so super läuft und man mit der Klage nur versucht eine Geldquelle zu finden.
via iphoneblog

{ 20 Kommentare }
Schnitt ins eigene Fleisch?
Werbung? Aufsehen? Geld?
Aber die Webseite ist informativ.
Medic
Es geht wohl schon um Aufsehen und Werbung. Um Geld sowieso
Ich denke aber auch das könnte sich recht schnell zu einem Bumerang entwickeln.
Hätte man dann nicht auch Amazon und Kindle verklagen müssen?
Doch eigentlich schon. Aber da es im Patent wohl um das Gerät geht ist wohl Apple als Hersteller der Hardware dran
ja wenn die faulen äpfel doof rumstänkern frieren wir denen einfach mal nett die konten ein….
Naja wir haben ja gesehen wer den Kürzeren zieht bei einer Auseinandersetzung USA – CH
gut, 1:0 für sie ruuusch….
Strike
Ach, immer diese fadenscheinigen “no brainer” Patente. Die hätten ihr Wundergerät doch 2002 auf den Markt bringen sollen. Aber nein, man patentiert erst mal irgend eine triviale Stammtisch-Idee, legt sich auf die faule Haut und wartet, bis jemand irgendetwas bastelt, welches dieser Idee am nächsten kommt. Vorzugsweise jemand mit grosser Kundenbasis und dickem Geldbeutel. Solche Firmen gehören für mich in die Schämdi-Ecke und sind der Grund dafür, dass Software-Patente auf keinen Fall erlaubt werden dürfen. Entweder realisiert man die Idee oder lässt es sein.
Bin aber gespannt, wie die Gerichte den Begriff “flat” auslegen. Für mich ist das höchstens 1mm dick und nicht mehr. Und ein Leichtgewicht ist das iPhone schon gar nicht.
@oo: sign
Ich denke schon das man “flat” etwas grosszügiger auslegen darf. Der wunde Punkt ist doch eher das das iPhone ein Handy ist. Ich kann doch auch keinen Autohersteller verklagen weil es mit Hilfe einer Drittfirma möglich ist in seinem Auto einen Bildschirm im Hintern des Frontsitz einzubauen, der dann das Fernsehgucken ermöglicht. Ich aber hab mir eine Idee patentieren lassen welches ein Sessel mit integriertem Bildschirm vorsieht.
Die Voyager gab es, ich hatte einige Prototypen gesehen. Es ist nicht nur eine patentierte Idee. Die Idee war zu dieser Zeit (ca. 1999) noch nicht sehr praktikabel, weil die Hard- und Software generell noch nicht so weit war. Entsprechend wurde von den Bernern sehr viel Zeit und Geld in diese Entwicklung investiert.
Ich bin in patentrechtlichen Dingen ein Laie, aber für mich ist es ähnlich, wie wenn eine Kleinfirma in den frühen 70er Jahren ein künftiges elektronisches Massenprodukt, z.B. einen Taschenrechner, entwickelt und patentiert hätte. Was ist die Praxis: Erhalten solche Firmen später etwas auf ihre Patentansprüche von den Massenproduzenten? Weiss das jemand?
@Peter: Gut wenn die jemals so ein Teil gebaut haben sieht die ganze Sache wieder anders aus. Ich hab auch keine Ahnung in Sachen Patent aber irgendwie finde ich die ganze Sache nach wie vor nicht ganz astrein. Wie Renato zuvor bereits gesagt hatte müsste man in dem Fall doch Amazon und Kindle gleich mitverklagen.
http://www.monec.com/voyagerII/
@insider: Also wenn ein verkauffertiges Produkt vorliegt, weshalb wird es dann nicht von der Hauptseite aus verlinkt? Irgendwie hat der Voyager II aber absolut keine Ähnlichkeit mit dem iPhone
Und flach ist dieser Voyager also auch nicht. Dafür hat er einen richtig fetten Rahmen.
Stimmt, von einem “light-weight electronic device” kann da wohl wirklich nicht die Rede sein.
das war der voyagerII, leider nie in serienproduktion gegangen
http://img91.imageshack.us/my.php?image=voyager2.jpg
http://img91.imageshack.us/my.php?image=voyager3.jpg
http://img91.imageshack.us/my.php?image=voyager11.jpg
Ach so, von wann ist der Prototyp denn? 2002?
Die “anderen” kann man nicht verklagen weil es weder LCD noch Touch ist. Die Klage ist daher eher als Verzweiflungstat einzustufen. Das Patent für das gescheiterte Projekt war ja bestimmt nicht günstig. Aber lassen wir das mal ein Weilchen.
Ich denke auch das es wohl eher in die Richtung geht. Und nur weil es mail ein Proto gab